Warum ich Gedichte schreibe.

 Es gibt Texte, die plant man. Und es gibt Texte, die entstehen einfach.

Meine Gedichte gehören zur zweiten Kategorie.

Ich habe nie beschlossen: „Jetzt werde ich Lyriker.“
Gedichte kamen in Momenten, in denen Gedanken zu groß waren für ein normales Gespräch – und zu ehrlich für einen Roman.

Wenn Worte direkter werden

In einem Roman kann ich mich verstecken.
Hinter Figuren. Hinter Handlung. Hinter Spannung.

In einem Gedicht geht das nicht.

Ein Gedicht ist verdichtet.
Kein Ausweichen.
Kein Umweg.

Vielleicht schreibe ich deshalb Gedichte –
weil ich manchmal keine Lust mehr auf Umwege habe.





Gefühle, die bleiben

Wer meine Gedichte liest, erkennt schnell bestimmte Themen:

Das sind keine erfundenen Motive.
Das sind Spuren meines eigenen Lebens.

Nicht jedes Gedicht ist eins zu eins autobiografisch.
Aber jedes Gedicht trägt eine echte Emotion in sich.

Zwischen Ruhe und Kampf

Ich sehe mich selbst als ruhigen Krieger.
Kein lauter Mensch. Kein Drama.

Aber jemand, der nicht aufgibt.

Viele meiner Gedichte tragen genau diesen Ton:
nicht laut, nicht aggressiv –
sondern ausdauernd.

Vielleicht schreibe ich Gedichte,
weil sie diese stille Form von Widerstand ausdrücken können.

Gedichte als Ventil

Manche Menschen gehen joggen, wenn sie nachdenken müssen.
Andere reden stundenlang.

Ich schreibe.

Ein Gedicht entsteht oft in Momenten, in denen ich etwas nicht festhalten kann –
eine Begegnung, ein Gefühl, eine Enttäuschung, eine Hoffnung.

Ein Gedicht ist für mich kein Kunstprodukt.
Es ist ein Fixpunkt.

Ein „Hier war ich. So habe ich gefühlt.“

Warum ich nicht aufgehört habe

Gedichte verkaufen sich schlecht.
Das weiß ich.

Und trotzdem schreibe ich weiter.

Nicht wegen Trends.
Nicht wegen Erfolg.

Sondern weil sie ein Teil von mir sind.

Vielleicht sind meine Gedichte keine Bestseller.
Aber sie sind ehrlich.

Und das reicht mir.

Fazit

Ich schreibe Gedichte,
weil sie direkter sind als Prosa.
Weil sie ehrlicher sind als Erklärungen.
Und weil sie mir helfen, Gedanken zu ordnen,
die sonst im Kopf kreisen würden.

„Meine Gedichte sind Lieder aus dem Leben"
ist kein Titel aus Marketinggründen.

Es ist eine Beschreibung.

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