Ein Gedicht und was dahintersteht.
Ein Gedicht und ein Kommentar. Zwischen zwei Zeiten Ich stehe zwischen gestern und dem, was noch kommen will. Die Hände nicht leer – doch auch nicht voll. Ein Traum liegt wie warmer Sand in der Tasche , rinnt langsam durch die Finger. Ich hebe nichts auf. Ich lasse nichts fallen. Ich gehe. Kommentar: Dieses Gedicht ist kein großes Drama. Es ist ein Zustand. Es beschreibt dieses Gefühl, das viele vielleicht kennen: Nicht mehr am Anfang zu stehen – aber auch noch nicht angekommen zu sein. „Die Hände nicht leer – doch auch nicht voll.“ Das ist ein Satz, der viel von meinem eigenen Lebensgefühl trägt. Man hat Erfahrungen. Man hat Erinnerungen. Man hat auch Erfolge. Aber manchmal fühlt es sich trotzdem so an, als würde etwas Entscheidendes noch fehlen. Der „warme Sand in der Tasche“ steht für Träume. Sie sind da. Man spürt sie. Aber sie bleiben nicht fest. Und trotzdem endet das Gedicht nicht resigniert. „Ich gehe.“ Kein großes Pathos. Kein lauter ...